Fördervoraussetzungen

Wenn Sie als Träger vor Ort Interesse an einer Förderung haben, sollten Sie schauen, welches Konzept der 29 Programmpartner am besten zu ihrem jeweiligen Bündnis bzw. zu ihren Praxisideen passt, zwei lokale Bündnispartner finden und als »Bündniss für Bildung« mit Ihrer Projektbeschreibung einen Antrag stellen. Die Entscheidung, ob ein konkretes einzelnes Projekt gefördert wird, trifft eine Jury des Förderers, bei dem der Antrag eingereicht wird.

  • Die Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren.
  • Die Projekte richten sich vornehmlich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche.
  • Die Projekte werden auf lokaler Ebene in Bündnissen mit mindestens drei Akteuren durchgeführt.
  • Die Projekte werden im außerunterrichtlichen Bereich durchgeführt; Schulen und auch Kitas können jedoch Kooperationspartner sein. Förderfähige Angebote kultureller Bildung müssen vom Schulunterricht praktisch handhabbar abgegrenzt werden. Ebenso können Angebote in enger Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten stattfinden. Das reguläre Betreuungsangebot dieser Einrichtungen darf davon nicht beeinflusst werden und die Projekte daher klar abgegrenzt sein.
  • Das Projekt ist neu und zusätzlich.
  • Förderfähig sind Sach- und Honorarkosten, daher wird kein hauptamtliches Personal auf lokaler Ebene finanziert – die Einbeziehung von freiwilligem Engagement ist ausdrücklich erwünscht.

Für alle Förderer- und Initiativenkonzepte gelten folgende grundsätzliche Bedingungen, die Sie in der Förderrichtlinie (2018-2022) ausführlich ausgeführt finden und welche durch die jeweiligen Profile der Förderer und Initiativen konkretisiert werden:

              Förderrichtlinie (2018-2022)

              Förderrichtlinie (2013-2027)

Die Hamburger Servicestelle »Kultur macht stark« ist eine erste Anlaufstelle für Sie und berät Sie gerne zu allen Fragen rund um das Programm. Auch die Programmpartner beraten direkt zu Ihren konkreten Förderprogrammen. Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Zu Fragen rund um die Bündnisbildung wie auch zur Arbeit in Bündnissen hat das BMBF Tipps aus der Praxis für die Praxis zusammengestellt.

Aktuelle Antragsfristen der Förderer können Sie unserer Website unter »Termine« (filtern nach Ausschreibungen und Kultur macht stark) entnehmen oder melden Sie sich an zu unserem montalich erscheinenden Newsletter per E-Mail mit dem Betreff »Newsletter abonnieren« an info@kulturmachtstark-hh.de.

Bündnisse für Bildung bestehen aus mindestens drei Einrichtungen oder Vereinen, die sich in der kulturellen Bildung benachteiligter Kinder und Jugendlicher engagieren wollen. Die Bündnisse finden im Sozialraum statt, dort, wo die Kinder und Jugendlichen leben und zur Schule gehen. Die Bündnisse bieten etwa Workshops, Kurse oder Ferienfreizeiten an, dabei steht die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung offen – von der Alltagskultur über die Literatur und die Musik bis hin zum Theater und Zirkus. Als lokaler Akteur setzen Sie Ihr Projekt gemeinsam mit Ihren Bündnispartnern um, die Partner bringen unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven ein.

Bündnispartner sind zivilgesellschaftliche Gruppierungen oder Einrichtungen, die lokal verankert sind und die sich für Kinder und Jugendliche oder im Bereich der kulturellen Bildung engagieren.

Die Partner in einem Bündnis sollten über unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven verfügen. Beispielsweise bringen sie den Zugang zur Zielgruppe mit ein, Expertise in den unterschiedlichen Bereichen der kulturellen Bildung bzw. der künstlerischen Arbeit oder in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Auch ein überregionaler zivilgesellschaftlicher Akteur kann Bündnispartner werden, wenn die beiden weiteren Bündnispartner lokale Akteure sind.

Ja. Die Partner, die sich zu einem Bündnis zusammenschließen wollen, sollten sich zum Zeitpunkt der Antragstellung über die Zusammenarbeit einig sein. Wird das Bündnis zur Förderung ausgewählt, schließen die Bündnispartner eine Kooperationsvereinbarung, in der die Aufgaben sowie die Rechte und Pflichten der Kooperationspartner festgelegt werden.

Partner in einem Bündnis für Bildung führen gemeinsam Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche durch. Die Bündnispartner sollen langfristig miteinander zusammenarbeiten und auch Kooperationen mit anderen Bündnissen für Bildung eingehen. Ziel ist es, dauerhafte Netzwerke zur Unterstützung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher zu bilden.

Ein überregionaler Partner kann in ein Bündnis eingebunden werden, um die Aufgabe der Antragstellung zu übernehmen und sich administrativ und konzeptionell einzubringen. Die Zielgruppenansprache ist allerdings immer von einem lokalen Akteur vorzunehmen.

Gefördert werden außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. Hierzu gehören alle künstlerischen Sparten, Themen der Alltagskultur, Medienbildung und Leseförderung ebenso wie interkulturelle Projekte. Die Angebote können als einmalig oder regelmäßig stattfindende Veranstaltungen durchgeführt werden, ebenso als Ferienfreizeiten oder Patenschafts- und Mentorenprogramme. Von der Förderung ausgeschlossen sind bereits bestehende Bildungsangebote sowie Angebote, die anderweitig aus öffentlichen Mitteln gefördert werden.

Dies bedeutet, dass die Angebote außerhalb der Unterrichtszeiten stattfinden und die Teilnahme für die Schülerinnen und Schüler freiwillig ist. Schulen können zwar in einem Bündnis für Bildung mitwirken, sie können aber nicht antragstellender und damit federführender Bündnispartner sein.

Die grundlegenden Förderbedingungen für die Durchführung von »Kultur macht stark«-Projekten in Kooperation mit Schulen sind in der Definition außerschulischer Bildungsangebote festgelegt.

Generell gilt, dass alle KMS-Angebote vom länderfinanzierten Schulunterricht und Ganztagsangebot abgegrenzt sein müssen.

»Kultur macht stark« (KMS)-Projekte, die räumlich an Schulen stattfinden, können sowohl im offenen als auch gebundenen Ganztag durchgeführt werden. Im gebundenen Ganztag können KMS-Projekte in den Zeitfenstern des Ganztags stattfinden – sie müssen allerdings in Zeiten außerhalb des lehrplanmäßigen Unterrichts stattfinden. Hier sind im Einzelfall landesspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen.

Die Teilnahme an einem KMS-Angebot im Ganztag muss darüber hinaus auf Freiwilligkeit beruhen. Freiwilligkeit ist gegeben, wenn die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, alternative Angebote des gebundenen Ganztags zu nutzen, z. B. andere Projekte, Arbeitsgemeinschaften, Hausaufgabenbetreuung oder Freispiel. Außerdem muss es möglich sein, dass die Schülerinnen und Schüler jederzeit gegen die weitere Teilnahme am KMS-Projekt entscheiden können.

Die Angebote sollen insbesondere bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren zugutekommen. Als bildungsbenachteiligt gelten die Kinder und Jugendlichen, auf die mindestens eine der im nationalen Bildungsbericht 2016 beschriebenen Risikolagen zutrifft: Arbeitslosigkeit eines oder beider Elternteile, geringes Familieneinkommen, bildungsfernes Elternhaus. Grundsätzlich ist auch die Teilnahme anderer Kinder und Jugendlicher zulässig, sofern dies zur Förderung der primären Zielgruppe beiträgt.

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